Die jahrelange Lobbyarbeit der Plattform EduCare für die
Aufwertung des Kindergartens findet ihren Niederschlag im neuen
Regierungsprogramm. Der Kindergarten wird erstmals als Bildungseinrichtung
wahrgenommen.
Besonders erfreulich ist, dass in Zukunft nicht nur daran
gedacht wird, dass zusätzliche Kindergartenplätze geschaffen werden müssen,
sondern dass erstmals ein klares Bekenntnis zu bundesweit einheitlichen
qualitätsvollen Kindergartenplätzen abgelegt wird.
Die ebenfalls im Regierungsprogramm formulierte
Herausforderung „Frühestmögliche Förderung aller Kinder“ kann nämlich nur dann
verwirklicht werden, wenn die Rahmenbedingungen verbessert und bundesweit
vereinheitlicht werden.
Gleichwertige Ausbildung von ElementarpädagogInnen
Im Regierungsprogramm findet sich auch das Ziel, die
Ausbildung von ElementarpädagogInnen an Hochschulen sukzessive vorantreiben zu
wollen.
Allerdings können wir es nicht gutheißen, dass es in Zukunft
kein Wissenschaftsministerium mehr geben wird. Das Zusammenspiel von Unterricht
und Wissenschaftsressort im Bereich der neuen PädagogInnen-Ausbildung hat sich
bestens bewährt.
Übergang Kindergarten-Volksschule
Bisher scheitert ein guter Übergang vom Kindergarten in die
Schule daran, dass die beiden Einrichtungen nicht unter demselben Dach stehen.
Kindergartengesetze sind Landesgesetze und die Dienstaufsicht ist länderweise
sehr unterschiedlich – aber immer außerhalb des Schulwesens- geregelt. Das will die Regierung nun ändern
und für die „Weiterentwicklung von Kooperation von Kindergarten- und
VolksschulpädagogInnen“ sorgen.
„Das letzte (verpflichtende) Kindergartenjahr und die ersten
beiden Volksschuljahre sollen in Zukunft als gemeinsame Schuleingangsphase
aufgefasst werden.“ Wir sind gespannt, wie dies in der Praxis aussehen wird und
hoffen darauf, dass die Expertisen der Fachleute ernst genommen werden.
Den Worten müssen Taten folgen
Dieses Regierungsprogramm zeigt für den elementaren
Bildungsbereich viele positive Ansätze auf. Jetzt kommt es darauf an, den Worten
auch Taten folgen zu lassen.
Dass alle Maßnahmen jeweils unter dem Vorbehalt der
Finanzierbarkeit umgesetzt werden, zeigt uns, dass wir uns noch nicht
zurücklehnen dürfen und die Lobbyarbeit für die Bildung der Jüngsten unserer
Gesellschaft nach wie vor dringend notwendig sein wird.
DAS GESAMTE REGIERUNGSPROGRAMM 2013-2018
DAS GESAMTE REGIERUNGSPROGRAMM 2013-2018

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