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Dienstag, 15. Oktober 2013

ElementarpädagogInnen bringen sich ein

Bundesrahmengesetz für elementarpädagogische Einrichtungen muss in Regierungsprogramm enthalten sein

"Wir ElementarpädagogInnen tragen gesellschaftspolitische Verantwortung, Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder, Verantwortung gegenüber den Eltern und Erziehungsberechtigten: daher drängt es uns, Sie darauf hinzuweisen, dass es höchst an der Zeit ist, die gesetzlichen Regelungen für elementaren Bildungseinrichtungen den neuesten Erkenntnissen und Gegebenheiten entsprechend zu überarbeiten und in den politischen Gremien rasch die notwendigen Beschlüsse zu fassen." ist der Tenor des offenen Briefes, den die österreichischen ElementarpädagogInnen an die Teams von SPÖ und ÖVP anlässlich des Beginns der Regierungsverhandlungen richten.
Ein solches „Rahmengesetz“ müsse unter Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten Richtlinien für Öffnungszeiten sowie Standards für Gruppengrößen und Personalschlüssel enthalten und die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für bestens - tertiär - ausgebildete ElementarpädagogInnen und das weitere Personal regeln, schreiben die Pädagoginnen weiter und stellen fest:

"Es kann nicht sein, dass Eltern in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Personal-/Kindschlüssel, höchst differierende Öffnungszeiten und in wesentlichen Punkten moderner Elementarpädagogik gravierende Auffassungsunterschiede zu Bildung und Betreuung in Kauf nehmen müssen."

Die unterschiedliche Gesetzgebung der Bundesländer im Elementarbildungsbereich erschwere die Umsetzung innovativer Bildungs- und Betreuungsprojekte und die Verbesserung pädagogischer und struktureller Qualität, sei der Ausfluss der bisherigen föderalen Struktur.

Daher appellieren die ElementarpädagogInnen an die Regierungsverhandler: "Wir haben keine Zeit mehr!
Es ist höchst an der Zeit, die gesetzlichen Regelungen für elementaren Bildungseinrichtungen den neuesten Erkenntnissen und Gegebenheiten entsprechend zu überarbeiten und in den politischen Gremien rasch die notwendigen Beschlüsse zu fassen.

Als Grundlage dafür gibt es den ENTWURF EINES BUNDESRAHMENGESETZES FÜR ELEMENTARPÄDAGOGISCHE BILDUNGSEINRICHTUNGEN, den VertreterInnen von Institutionen, Interessengemeinschaften und TrägerInnenorganisationen sowie ExpertInnen aus dem elementaren Bildungsbereich ausgearbeitet haben."

Sie rufen den Bundespareivorsitzenden der SPÖ, Faymann, und den Bundesvorsitzenden der ÖVP, Dr. Spindelegger, und deren Team auf, "hier endlich „Nägel mit Köpfen“ zu machen, Ihre Verantwortung für die Zukunft unserer Gesellschaft wahr zu nehmen und mit der Regierungsvereinbarung eine grundsätzliche Neuregelung im Sinn des zitierten Entwurfes herbeizuführen."

Siehe dazu -> http://bundesrahmengesetz.info
Gesetzesentwurf unter -> http://www.plattform-educare.org/2013/BRG%20Final%202013-07-13.pdf

Gruppe "Ich will EIN Bundesrahmengesetz für ALLE Kindertagesstätten in Österreich" https://www.facebook.com/pages/Ich-will-EIN-Bundesrahmengesetz-f%C3%BCr-ALLE-Kindertagesst%C3%A4tten-in-%C3%96sterreich/439104046166615

Gruppe "Wir ElementarpädagogInnen protestieren" https://www.facebook.com/pages/Wir-Elementarp%C3%A4dagogInnen-protestieren/235841109875671#

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