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Freitag, 11. Oktober 2013

Aufruf an das Regierungsverhandlungsteam, ein BUNDESRAHMENGESETZ FÜR ELEMENTARPÄDAGOGISCHE EINRICHTUNGEN in die Vereinbarung miteinzubeziehen

Von: Wir ElementarpädagogInnen bringen uns ein! [mailto:wir.elementarpaedagoginnen@aon.at]
Gesendet: Freitag, 11. Oktober 2013 13:16
An: Herrn Bundesparteivorsitzenden Werner Faymann; Herrn Bundesparteiobmann der ÖVP Dr. Michael Spindelegger; Frau Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek; Herrn Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner; Herrn Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka; Herrn Staatssekretär Dr. Josef Ostermayer; Herrn Staatssekretär Sebastian Kurz; Herrn Abg. z. Nr. Dr. Josef Cap; Herrn Abg. z. Nr. Wolfgang Katzian; Danninger Jochen (jochen.danninger@bmeia.gv.at); Herrn Bundesminister Rudolf Hundstorfer

Betreff: Aufruf, in die Regierungsverhandlungen die NEUORDNUNG DES ELEMENTARBILDUNGSWESENS verbindlich aufzunehmen!
Wichtigkeit: Hoch


Ein Bundesrahmengesetz für optimale Qualität in allen Kindertageseinrichtungen (Kindergarten, Kindergruppen, Tageseltern…) muss verabschiedet werden!
 
Sehr geehrter Herr Bundesparteivorsitzender Faymann!
Sehr geehrter Herr Bundesparteiobmann Dr. Spindelegger!
Sehr geehrte Damen und Herren aus den Verhandlungsteams zur Regierungsbildung!

Die Verhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP zur Bildung einer neuer Bundesregierung haben begonnen – einer Koalitionsregierung „NEU“, die sich sehr konkret und mit Terminvorgaben der anstehenden Probleme annehmen soll, wie allgemein verlautet wird.

Wir ElementarpädagogInnen tragen gesellschaftspolitische Verantwortung, Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder, Verantwortung gegenüber den Eltern und Erziehungsberechtigten: daher drängt es uns, Sie darauf hinzuweisen, dass es höchst an der Zeit ist, die gesetzlichen Regelungen für elementaren Bildungseinrichtungen den neuesten Erkenntnissen und Gegebenheiten entsprechend zu überarbeiten und in den politischen Gremien rasch die notwendigen Beschlüsse zu fassen.
Ein solches „Rahmengesetz“ muss unter Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten Richtlinien für Öffnungszeiten sowie Standards für Gruppengrößen und Personalschlüssel enthalten und die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für bestens - tertiär -  ausgebildete ElementarpädagogInnen und das weitere Personal regeln.

Es kann nicht sein, dass Eltern in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Personal-/Kindschlüssel, höchst differierende Öffnungszeiten und in wesentlichen Punkten moderner Elementarpädagogik gravierende Auffassungsunterschiede zu Bildung und Betreuung in Kauf nehmen müssen.
Die unterschiedliche Gesetzgebung der Bundesländer im Elementarbildungsbereich erschwert die Umsetzung innovativer Bildungs- und Betreuungsprojekte und die Verbesserung pädagogischer und struktureller Qualität.
Wir haben keine Zeit mehr!

Es ist höchst an der Zeit, die gesetzlichen Regelungen für elementaren Bildungseinrichtungen den neuesten Erkenntnissen und Gegebenheiten entsprechend zu überarbeiten und in den politischen Gremien rasch die notwendigen Beschlüsse zu fassen.

Als Grundlage dafür gibt es den ENTWURF EINES BUNDESRAHMENGESETZES FÜR ELEMENTARPÄDAGOGISCHE BILDUNGSEINRICHTUNGEN, den VertreterInnen von Institutionen, Interessengemeinschaften und TrägerInnenorganisationen sowie ExpertInnen aus dem elementaren Bildungsbereich ausgearbeitet haben.

·         Namhafte VertreterInnen aus Politik und Gesellschaft haben dazu Stellung genommen: http://bundesrahmengesetz.info/Reaktionen.htm.

·         Gesetzliche Initiativen dazu gab es in der Vergangenheit und Gegenwart immer wieder (http://bundesrahmengesetz.info/geschichte.htm; parlamentarische BürgerInnen-Initiative "Änderung des Bundesverfassungsgesetzes und Bundesrahmengesetz zur Struktur und Organisationsgestaltung für elementarpädagogische Einrichtungen";  parlamentarische Petition "Bundesrahmengesetz Kindergarten" u.s.w.).

·         Die Sozialpartner haben in vielen Aussendungen und Vorlagen Vorschläge erarbeitet: http://bundesrahmengesetz.info/sozialpartner.htm.

·         Die jetzige Bundesregierung hat hierzu sogar mit der Strategie zum lebensbegleitenden Lernen in Österreich - LLL-2020 eine eigene Vorgabe geschaffen.


Wir appellieren an Sie als die VerhandlerInnen des Regierungsübereinkommens, hier endlich „Nägel mit Köpfen“ zu machen, Ihre Verantwortung für die Zukunft unserer Gesellschaft wahr zu nehmen und mit der Regierungsvereinbarung eine grundsätzliche Neuregelung im Sinn des zitierten Entwurfes herbeizuführen.

 
Mit freundlichen Grüßen
 
Ich will EIN Bundesrahmengesetz für ALLE Kindertagesstätten in Österreich
Wir ElementarpädagogInnen protestieren

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